Das Stadtmuseum Ottweiler präsentiert seit Kurzem drei neue historische Ansichten, die Petra Jäschke aus Losheim als Leihgabe zur Verfügung stellt. Die filigranen Tuschezeichnungen zeigen die Schlösser von Ottweiler, Neunkirchen und Saarbrücken und bereichern die bestehende Ausstellung zur Regionalgeschichte.

Zur offiziellen Übergabe war Petra Jäschke ins Stadtmuseum gekommen. Im Namen des Vereins für das Stadtgeschichtliche Museum Ottweiler e. V. dankten Bürgermeister Holger Schäfer, 1. Vorsitzender des Vereins, sowie Museumsleiter Volker Rath herzlich für die großzügige Leihgabe. Als Zeichen des Dankes seinerseits überreichte Bürgermeister Schäfer der Besucherin einen Schmuckteller, der das Hesse Haus zeigt.

Bürgermeister Schäfer und Volker Rath stellten das Museum mit seinen Dauerausstellungen vor. Petra Jäschke zeigte großes Interesse an den vielfältigen historischen Themen, die in Ottweiler präsentiert werden.

Das Museum widmet sich unter anderem der Geschichte des Hauses Nassau-Saarbrücken-Ottweiler, das über Jahrhunderte das Stadtbild prägte. Ein Schwerpunkt der Dauerausstellung erinnert an die Verleihung der Stadtrechte durch Kaiser Karl V. im Jahr 1550 und zeigt unter anderem Porträts der Ottweiler Grafen, den Freiheitsbrief von 1550 sowie Steinfragmente des ehemaligen Ottweiler Schlosses.

Ein weiterer wichtiger Themenbereich ist die Geschichte des Klosters Neumünster, das von 871 bis 1576 oberhalb des heutigen Krankenhauses bestand. Mit den Reliquien des heiligen Terentius war es über Jahrhunderte ein bedeutendes religiöses Zentrum und eine bekannte Wallfahrtsstätte im mittleren Bliesraum. Die Ausstellung zeigt unter anderem Modelle der Klosterkirche, historische Torschlüssel, Urkunden, Siegel und Ausgrabungsfunde aus dem 13. Jahrhundert.

Zum Abschluss ihres Besuchs kündigte Petra Jäschke an, künftig häufiger sogar mit dem Fahrrad nach Ottweiler zu kommen, um weiter auf historische Spurensuche zu gehen. Bürgermeister Schäfer versicherte: „Sie sind uns jederzeit herzlich willkommen.“